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Lesetipp: Drei Mann in einem Boot

Lesetipp: Drei Mann in einem Boot

Drei Männer, ein Boot, zwei Wochen. Samt Hund und Kegel rudern drei Gentlemen die Themse hinauf. Dabei sind sie so ziemlich jedem im Weg, der ihnen über den Weg läuft. Was drei Männern allein auf einem Boot sonst noch widerfahren kann, schildert Jerome K. Jerome in „Drei Mann in einem Boot – vom Hunde ganz zu schweigen“.

Ich hatte bereits länger vor, das Buch zu lesen. Einerseits weil der Autor auch der Verfasser einer meiner liebsten Kurzgeschichten ist, andererseits empfahlen mir mehrere Freunde dieses Buch. Da ich ein Fan heiterer Geschichten bin, freute es mich besonders, dass der Humor eines 1889 erschienenen Buches auch heute noch funktioniert. Denn der Protagonist, der nur J. genannt wird, und seine zwei Freunde Harris und George stellten sich das Leben als Bootsmänner auf jeden Fall einfacher vor.

Egal ob tote Wasserratten, ein Kampf gegen Schwäne oder die eigenen Ruder – es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht etwas schiefgeht. Die größten Probleme bereitet ihnen aber der Alltag auf dem Boot. Wer hätte gedacht, dass drei englische Gentlemen mal selbst Hand anlegen müssen, wie etwa Kleidung waschen oder Kochen? Weder die Eierspeise, noch der Eintopf gelingt ihnen so richtig. Nur die Teekanne bleibt den drei Engländern eine treue Begleiterin: Wenn nicht gerade die Überreste eines „friedlich und ruhig im Wasser liegenden“ Hundes im Tee schwimmen.

Das Buch beschreibt die Abenteuer von J. und seinen zwei Freunden, die vom englischen Kingston bis nach Oxford reisen. Den größten Teil der Reise verbringen sie auf dem Boot, den Rest der Zeit besichtigen sie die auf der Strecke liegenden Ortschaften. Meist berichtet der Erzähler über die Geschichte der einzelnen Dörfer, was streckenweise etwas langatmig ist. Aufgelockert wird die Haupthandlung aber durch einige Anekdoten (vom Erzähler oder einem seiner Begleiter geschildert), die die Missgeschicke der Männer mit ihren slapstickhaften Situationen um nichts unterbieten.

Fazit

Im Großen und Ganzen habe ich das Buch, eine Mischung aus Reiseführer und komisches Tagebuch, sehr genossen. Es handelt sich um eine heitere Lektüre für Zwischendurch, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

Über den Autor:

Das berühmteste Werk des 1859 geborenen Jerome Klapka Jerome ist „Three men in a boat“, das auch mehrmals verfilmt wurde. Die Idee zu seinem Buch hatte er auf seiner Hochzeitsreise, einer Bootstour auf der Themse. Der britische Autor verfasste auch eine Vielzahl weiterer Werke, darunter Romane, Theaterstücke und Kurzgeschichten. In seinem Geburtsort Walsall befindet sich ein Museum zu seinen Ehren.

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