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Im Gespräch mit … Buchautor Max Oban

Im Gespräch mit … Buchautor Max Oban

planet75 trifft Schriftsteller Max Oban zum Interview. Im Gespräch erzählt er über seine Anfänge, sein Pseudonym und die Ähnlichkeiten seiner Figuren zu lebenden Personen.

planet75: Herr Oban, mittlerweile sind fünf Bücher von Ihnen veröffentlicht – vier Krimis und ein Thriller. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Max Oban: Das ist auf zwei Gründe zurückzuführen. Erstens habe ich mein ganzes Leben lang in meiner Tätigkeit als Manager eines internationalen Unternehmens geschrieben. Sei es in Marketing-Angelegenheiten oder in meiner Führungstätigkeit – das Schreiben ist mir immer leicht gefallen. Und zweitens sind Bücher und Literatur ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich besitze selbst über 6.000 Bände und irgendwann dachte ich mir: So schwer kann das Schreiben doch nicht sein.

Bis auf eine Ausnahme haben Sie ausschließlich Krimis geschrieben. War das immer Ihr Wunsch?
Ja, eigentlich schon. Obwohl ich gerade ein Buch verfasst habe, das eine Hommage an Franz Kafka ist, da ich mich mit seinem Leben sehr beschäftigt habe. Jetzt bin ich auf der Suche nach einem Verlag, der dieses Buch veröffentlichen will.

Wie ich bei unserem ersten Telefonat erfuhr, ist Max Oban ein Pseudonym. Warum publizieren Sie nicht unter Ihrem realen Namen?
Ich denke einfach, dass mein richtiger Name zu lang ist und keinen Wiedererkennungswert hat. Und vielleicht war ich vor 4 Jahren, als ich mein erstes Buch veröffentlichte, ein wenig zu feig.

Warum haben Sie sich gerade den Namen Max Oban ausgesucht?
Max hat mir schon immer gefallen und Oban ist der Name eines Ortes in Schottland. Ich liebe die Stadt und den lokalen Whisky, der direkt in einer Destillerie im Zentrum hergestellt wird.

Wenn Sie sich mit einem neuen Buch beschäftigen, wie sehen die Arbeitsschritte bis zur Veröffentlichung aus?
Zuerst überlege ich mir das Motiv. Also was könnte passieren: ein Mord, eine Entführung oder eben ein anderes Verbrechen. Danach plane ich meine Story vom Handlungsstrang bis hin zum Tagesablauf und runter auf die jeweilige Szene. Daher sind die Kapitel in meinen Büchern auch immer ein Datum. Danach füge ich die Figuren ein. Als Autor ist man Gott und ich kann tun was ich will. Ist eine Figur dick oder dünn, groß oder klein, blond oder dunkelhaarig. Außerdem habe ich ein handschriftliches Grobkonzept und weiß daher schon vor der Eingabe in das Word-Dokument was passiert. So kann ich mich ganz auf die spannende Beschreibung des Geschehens konzentrieren.

Das klingt alles sehr gut durchdacht und komplex. Wie lange dauert so ein Prozess – ich meine von der ersten Idee des Buches bis zur Veröffentlichung?
Nun ja, man muss ein Buch gewissermaßen zwei Mal schreiben. Einmal für den roten Faden und einmal, wann der Leser was erfahren darf. Außerdem habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, mein Manuskript vor dem Lektorat des Verlages noch ein paar Probeleserinnen zu geben. Denn in jedem Manuskript gibt es Rechtschreib- und auch Logik-Fehler. Aber um Ihre Frage zu beantworten: Ich veröffentliche ungefähr ein Buch pro Jahr.

In Ihren Krimis heißt die Hauptfigur Paul Peck. Wie würden Sie seinen Charakter beschreiben?
Paul Peck ist ein Liebhaber von gutem Essen und trockenem Rotwein. Außerdem hat er ein Faible für Kaffee. So unterteilt er Länder in Kaffee-Länder und Nicht-Kaffee-Länder. Er liebt aber auch Kunst, Kultur, Musik und den Charme dunkelhaariger Damen. Und er nimmt sich selbst nicht immer ernst; meistens weniger ernst als seine Lebensgefährtin Sophia.

Eine Frage, die Schriftstellern wohl häufiger gestellt wird: Wie viel Persönlichkeit steckt von Ihnen in Ihrer Hauptfigur Detektiv Paul Peck?
Natürlich steckt ein Teil von mir in dieser Figur – etwa was Paul Peck mag und liebt. Manches davon schreibe ich bewusst in die Romane, manches unbewusst. Generell bestehen meine Figuren aus einem Mix aus Menschen, die ich kenne und meiner Fantasie.

Sie haben vorhin erwähnt, dass pro Jahr ein Buch von Ihnen erscheint. Wann kommt denn 2016 ein Roman von Ihnen auf den Markt?
Im Spätherbst erscheint „Der Totenmann“ aus der Paul-Peck-Serie. Ich kann schon verraten, dass die Geschichte im Pinzgau spielt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Außerdem hoffe ich, dass auch meine Hommage an Franz Kafka bald publiziert wird.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für Ihr neues Buch!

 

Zur Person:
Max Oban, geboren in Oberösterreich, ist verheiratet und Vater zweier Söhne. Er arbeitete nach seinem Studium in Wien und Karlsruhe im Management eines internationalen Konzerns. Heute ist Oban Dozent am Institut für Management in Salzburg und lehrt Entrepreneurship und Internationales Marketing an der Hochschule Krems an der Donau. Max Oban lebt in Salzburg und in der Wachau.

Bisherige Bücher:
-Tod in Salzburg
-Mozarts kleine Mordmusik
-Leichen im Keller
-Der Tod zieht durchs Dorf
-Das fünfte Kreuz
Im Herbst 2016 erscheint „Der Totenmann“ – ein Krimi, der im Salzburger Pinzgau spielt.

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