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Die digitale Stufe der Braukunst

Die digitale Stufe der Braukunst

Um  rund 20 verschiedenen Biersorten effizient, kostengünstig und mit gleichbleibend hoher Geschmacksqualität brauen zu können, vertraut die Privatbrauerei Stiegl auf ein maßgeschneidertes Automatisierungssystem.

1492, im selben Jahr als Christoph Kolumbus eine neue Welt entdeckte, wurde die Stieglbrauerei zu Salzburg gegründet. Das „Haus Bey der Stiegen“ entwickelte sich in den kommenden 525 Jahren zu Österreichs größter und führender Privatbrauerei, bei der Tradition großgeschrieben wird. Als einzige Brauerei Österreichs setzt Stiegl auf ein ganz spezielles Transportmittel: die Stiegl-Pferdekutsche. Noch heute werden damit Gastronomiebetriebe in den Salzburger Stadtteilen Maxglan, Riedenburg und Wals-Siezenheim beliefert. Bei den Zutaten setzt der Familienbetrieb auf Top- Qualität: So werden die Stiegl-Biere mit Untersberger Quellwasser gebraut, die Gerste bezieht die Privatbrauerei aus dem Weinviertel. Außerdem baut Stiegl sogar Urgetreide an, das auch selbst vermälzt wird.

Digitalisierung auch im Braugeschäft
Nicht nur bei der Wahl der Zutaten kommt für die Privatbrauerei ausschließlich Top-Qualitität in Frage. Auch die technische Umsetzung des Brauprozesses muss den hohen Ansprüchen des Salzburger Unternehmens genügen. So muss, um die Bierherstellung flexibler und wirschaftlicher zu gestalten, eine durchgängige Digitalisierung der Brauanlage gewährleistet sein – und zwar vom Warenein- und ausgang über die Produktion bis hin zur unternehmerischen Ressourcenplanung. Bei der Umstellung des Sudhauses auf eine neue, maßgeschneiderte Automatisierungslösung setzte Stiegl auf die Kompetenz von Siemens. Basierend auf der Siemens SIMATIC S7-Technologie und der Visualisierungssoftware WinCC wurde das Sudhaus der Stieglbrauerei zu Salzburg im Mai 2015 durchgehend digitalisiert.

Alles an einem Platz
Durch diese Digitalisierung können seither sämtliche Prozesse in den verschiedenen Bereichen wie Sudhaus, Gär-, Lager- und Spezialitätenkeller optimal gesteuert und visualisiert werden. Kern des Systems ist eine einfache und effektive Rezeptsteuerung. Diese gibt dem Braumeister die Möglichkeit, sämtliche Rezepte individuell zusammenzustellen und flexibel anzupassen. Die Qualität kann damit noch genauer gesteuert und die typischen Geschmacksnoten der Biere dadurch hervorgehoben werden. „Das System ist genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten und erfüllt all unsere Erwartungen. Die zentrale Steuerung befindet sich an einem Platz und ist schnell und einfach zu bedienen“, erklärt Stiegl-Chefbraumeister Christian Pöpperl.

Bierbrauen bleibt Handarbeit
Dennoch bleibt Bierbrauen in Österreichs größter Privatbrauerei Handarbeit – unterstützt durch modernste Technik. „Das hilft uns zum Beispiel natürliche Rohstoffschwankungen auszugleichen und eine konstant hohe Qualität zu erzielen“, erläutert Pöpperl die Vorzüge des digitalisierten Brauhauses. Durch die technologische Weiterentwicklung merken die Braumeister allerdings, dass sie plötzlich wieder Zeit haben, sich mit dem zu beschäftigen, was ihre eigentliche Leidenschaft ist: dem Austüfteln neuer Rezepte. Denn: „Trotz fortschreitender Technik bleibt Bierbrauen ein Handwerk, das mit viel Erfahrung und Gespür ausgeübt werden muss“, so Pöpperl.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Siemens Austria.

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