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Im Gespräch mit … Haubenkoch Didi Maier

Im Gespräch mit … Haubenkoch Didi Maier

Ich versichere euch: Frühstücken in The Bakery im Europark ist genial. On top kommt auch noch Didi Maier vorbei und wir unterhalten uns ganz entspannt in seinem Lokal. Neben klassischen Fragen zu seinen Restaurants sprechen wir auch über die Familie, Auszeichnungen und den Beruf Koch.

Deine Mutter, Johanna Maier, ist eine international bekannte Haubenköchin. War da klar, dass du und dein Bruder auch diesen Beruf ergreifen?
Wir haben natürlich das Kochen und die Gastronomie von klein auf mitgekriegt und ich habe auch schon sehr früh während der Sommerferien im Betrieb mitgeholfen – auch wenn es mich nicht immer gefreut hat. Auf diese Weise wurde uns von den Eltern unbewusst die Richtung vorgegeben. Und das hat meine Mama immer gefördert.

Ihre Unterstützung und zusätzlich noch die vielen Auslandsengagements nach deiner Kochlehre. Sind all diese Erfahrungen 2014 in die Eröffnung des DIDIlicious geflossen?
Das DIDIlicious war natürlich ein Versuch, mich beruflich von den Eltern abzunabeln. Ich wollte ein cooles Konzept umsetzen, weil das meiner Meinung in Salzburg noch fehlte. Die Idee war eine Sternenküche zu leistbaren Preisen anzubieten – mit einer Top-Qualität der Waren.

Fotocredit: privat

Wie würdest du das Konzept vom DIDIlicious beschreiben?
Es ist eine Smart Kitchen, mit einer offenen Küche. Für die Kunden ist das so, wie im Kino. Außerdem bieten wir vitales Essen an und dazu passend haben wir die Bloomy Brews erschaffen.

Was die meisten nicht wissen: Du hast mittlerweile eine Haube für das DIDIlicious bekommen. Macht dich das stolz?
Es ist natürlich eine Auszeichnung für mich und meine Köche, aber ich sehe es mehr als eine interne Bestätigung, dass unser Weg stimmt. Für das Konzept und unseren Standort im Europark ist eine Haube genau richtig.

Du hast ja wenig später auch The Bakery eröffnet. Mich erinnert es an meine Oma: sympathisch, offen und schmeckt super. War das dein Gedanke?
Wir wollten zuerst einen DDR-Vintage-Style der 60er-Jahre umsetzen. Dann fanden wir aber diese Fliesen im Bienenwaben-Stil und richteten das Konzept danach aus. Es ist nun sehr hell und durch die Bäume bringen wir auch Natürlichkeit ins Lokal. Speziell nachts finde ich das Ambiente total schön.

Fotocredit: www.coolima.at

Du bist so der Schwiegersohn-Typ – immer fröhlich, freundlich und sympathisch. Was bringt dich in Rage?
Ich denke, diese Charaktereigenschaften habe ich von meinem Vater geerbt. Was mich aber gewaltig nervt ist, wenn wir nicht gut kochen – solche Tage gibt es leider. Oder wenn ich zuviele Sachen gleichzeitig mache und es dann einfach nicht schaffe, ins Fitnessstudio zu gehen. Und natürlich, wenn meine Kinder nicht folgen.

Du sprichst deine Familie an: Wie kann ich mir das vorstellen, wenn deine Mutter euch alle zum Essen einlädt. Schaut ihr extrem auf die zubereiteten Gerichte?
Meine Mama macht das sehr gerne, dann sind oft 15 leute bei uns Zuhause. Was es zu essen gibt ist eher nebensächlich, da geht es wirklich ums Zusammensein. Im Gourmetlokal schaut es hingegen ganz anders – dort ist es sehr schwierig. Einerseits für mich die Gerichte zu bewerten, andererseits für sie mit Kritik umzugehen – positiver wie negativer.

Negative Kritik wird es ja nicht oft geben. Aber jetzt ganz ehrlich: Was bekommst du einfach nie so hin wie deine Mutter?
Ihre Schwarzbeertatscherl. Die habe ich schon so oft probiert und es klappt nie. Bei mir werden sie immer irgendwie gatschig.

Zurück zur Einstiegsfrage: Du hast mittlerweile selbst zwei Söhne – sollen sie später auch Köche werden?
Natürlich bekommen die Kinder meinen Beruf mit. Aber sie sollen bis sie 18 Jahre sind in die Schule gehen und dann selbst entscheiden, welchen Berufsweg sie einschlagen wollen. Essen tun aber beide sehr gerne und der Jüngere will auch immer mitkochen. (grinst)

Fotocredit: Didi Maier

Fotocredit Titelbild: Didi Maier

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